Saint Honoré: Schoko-Tram und tolle Torten

Hoch über Triest liegt mitten in Opicina ein Pilgerziel für Chok-a-holics, das mit der wundersamen Tram – so sie denn fährt – vom Zentrum der Hafenstadt gut erreichbar ist: die Konditorei Saint Honoré. Hier decken sich die Fans der Berg-Straßenbahn mit der Schokoladen-Variante des Verkehrsmittels ein – selbst wenn sie in letzter Zeit öfters mit dem Bus oder dem Auto kommen mussten.

„Patisserie war schon immer meine Passion“, sagt Roberto Mosenich, „schon während meiner Zeit als Koch versuchte ich immer, meine Kenntnisse darin zu perfektionieren.“ 1989 war es dann so weit: Nach Stationen als Chefkoch in München und Leiter eines Fischrestaurants in Muggia wagte er den Schritt in die Selbständigkeit – mit einer kleinen, feinen Konditorei in Opicina, dem Ort am Karst-Rand oberhalb von Triest. Den Namen dafür lieh er sich von seiner Lieblingstorte, der „Saint Honoré“, die er gleich am ersten Tag zubereitete und fotografierte. Das Foto hängt heute in seinem Büro.

Damals wie heute arbeitet Mosenich noch im immer voll in der Fertigung: „Ich bin der einzige Mitarbeiter der mir treu geblieben ist, die anderen machten später selber Karriere.“ So wie Chef-Patissier Fabio Savarin, der nach den Wanderjahren wieder zurück nach Opicina kam. 1992, als die Zahnradbahn, die Triest mit Opicina verbindet, ihren 90. Geburtstag feierte, gratulierte er mit einem Schoko-Konfekt in Form eben dieser Tram – bis heute das Zugpferd des Sortiments. Die mit einer Nougat-Masse gefüllte Mini-Strassenbahn gibt es mit Milch- oder Bitterschokolade. Fünf Jahre später erfolgte dann der Durchbruch über die Grenzen der Region. Mosenich verfeinerte das Sieger-Dessert der Konditoren-Weltmeisterschaft zu seinem „Orocolato“: Ein Traum aus sieben Schichten hauchdünner Schokoladen-Blättchen, Schokomousse und Creme Bavaroise. Kalorien zählen verboten! Im gleichen Jahr kam auch die erste Torte-Eigenkreation auf den Markt, die Torta Carsolina (Karst-Torte), mit Nüssen und Mandeln aus der Region.

Zum Standard-Programm von Saint Honoré gehören köstliche Mürbteig-Kekse mit Vanille, Nüssen, Kakao, Kokos (Sablé, ein Mürbteiggebäck ohne Ei), Tarteletts mit Marmelade, Putizen, Pinzen und Cremeschnitten. Im Herbst 2007 setzte Mosenich auch seiner Heimatstadt ein süßes Denkmal: Seine „Torta Trieste“, die glutenfrei aus Reismehl, Schokolade, Nüssen und Mandeln hergestellt wird, hat voll eingeschlagen und gilt als ideales Mitbringsel.

Pasticceria Saint Honoré di Mosenich Roberto, Via di Prosecco, 2, I-34151 Trieste-Opicina
Di bis Sa 9.00 bis 13.00 und 16.00 bis 19.00 Uhr, So 8.30 bis 13.30 Uhr
Tel. +39-040-213-055
www.sainthonoretrieste.it

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